vabene balance
 
 
 



Wissenschaftlicher Hintergrund



Die vabene Methode basiert auf wissenschaftlich fundierten Forschungsergebnissen und langjährigem Erfahrungs- und Anwendungswissen namhafter Mediziner, insbesondere von Prof. Dr. René-Jaques Bourdiol (Neurologe aus Frankreich) und Dr. Giuseppe Bortolin (Facharzt für Chirurgie in Italien).

Der Fuß als Ausgangspunkt des neuro-muskulären Kreislaufs
Dr. med. Giuseppe Bortolin und Dr. Rene J. Bourdiol haben enge Zusammenhänge der Fußstatik mit der gesamten Körperhaltung herausgefunden.

Mechanisch bewirkt ein normaler Fuß eine gleichmäßige Verteilung der Lasten auf die verschiedenen Wirbelsäulensegmente und Gelenke. Ein pathologischer Fuß dagegen führt letztlich zu falschen Belastungen sowie zu Überbeanspruchungen der Wirbelkörper, der Bandscheibe sowie der Gelenke. Dadurch, dass der Fuß die Schnittstelle zwischen Körper und Boden darstellt, ist er maßgeblich an der Sammlung und Weiterleitung von Informationen über die Art und Struktur des Bodens beteiligt und nimmt augenblicklich Gleichgewichtsveränderungen des Körpers war.

Prozeptorsohlen, die auf das neuro-muskuläre System wirken, aktivieren also die Rezeptoren am Ausgangspunkt des neuro-muskulären Kreislaufes.

Die Individualität dieser Sohle liegt in der Positionierung der Prozeptoren. Die Prozeptoren sind kleine Erhöhungen (1-3mm) die je nach Beschwerdebild in die Sohle eingearbeitet werden. Die Positionierung ist erst nach einer eingehenden Untersuchung und Vermessung der Wirbelsäule möglich.

Diese Prozeptoren wirken auf die propriozeptiven Strukturen der Fußsohle afferent-stimulierend ein. Dabei werden differenzierte Strukturen an den Muskeln (Muskelspindel), Sehnen (Golgi-Sehnen-Organ), der Haut (Mechanorezeptoren) und den Gelenken (Gelenkrezeptoren), sowie freie Nervenendigungen stimuliert.

Über afferente Nervenbahnen senden diese Propriozeptoren, je nach Position der Prozeptoren, stimulierende oder inhibitorische Reize an bestimmte Muskelketten, die für die Haltung zuständig sind.
 
Die Bedeutung der Gamma-Schleife
Die sogenannte „Gammaschleife“ ermöglicht einen „monosynaptischen“ Eigenreflex der Muskulatur, an dem Rezeptoren wie die Muskelspindel und das Golgi-Sehnen- Organ, sowie afferente u. efferente Bahnen eine maßgebliche Rolle spielen.

Der bekannteste monosynaptische Eigenreflex ist der Kniesehnenreflex, auch Patellasehnenreflex genannt.

Die Gammaschleife
Die Hauptaufgabe der Muskelspindel besteht darin, die jeweilige Muskellänge oder als Differenzialfühler, Lage und Spannungsveränderungen dem ZNS (zentralen Nervensystem) rückzumelden. Diese Rückmeldung erfolgt entweder über schnellleitende Fasern (Ia-Fasern) direkt über das Rückenmark mit einem monosynaptischen Dehnungsreflex zur motorischen Nervenzelle oder über langsamere Rückleitungsbahnen der Gruppe-II Fasern zum ZNS.

Die Aufgabe der Golgi-Sehnen-Organe ist genau entgegengesetzt zum Mechanismus der Muskelspindel. Das Golgi-Sehnen-Organ misst den Spannungszustand der Muskulatur und wirkt bei zu starkem Zug auf die Sehne inhibitorisch auf das Motoneuron, so dass es zu einer Erschlaffung des Muskels kommt.

Aufgrund der antagonistischen Wirkung dieser beiden Propriozeptoren kann eine Balance in der Muskelspannung gehalten werden.

Auch die Mechanorezeptoren der Haut und die Gelenkrezeptoren haben eine wichtige Funktion bei der Regulation der Körperhaltung. Sie übermitteln die Lage der Gelenke oder signalisieren Druck und Zugkräfte.

Die Gesamtheit der propriozeptiven Rückmeldungen werden stets von einem zentralen Kontrollmechanismus ausgewertet, neu eingestellt und situativ angepasst. So kann man von einem, aus vielen Systemen bestehenden Kommunikationssystem sprechen. Zur Propriozeption treten weitere sensorische Wahrnehmungen hinzu, wie zum Beispiel das räumliche Sehen oder der Hör- und Gleichgewichtssinn.
 
Die Verbindungen der Fußmuskeln zu haltungsrelevanten Gehirnarealen:
In den Untersuchungen von Dr. Bourdiol u. Dr. Bortolin konnten auch direkte Verbindungen der Fußmuskulatur zu verschiedenen Arealen des Kleinhirns nachgewiesen werden.

Beispielsweise ist das Archicerebellum, in dem sich die Weiterverarbeitung des wichtigsten Gleichgewichtsorgans des Menschen befindet (Vestibularapparat) mit dem kurzen Flexor und dem Adduktor der großen Zehe verbunden.

Ferner gibt es eine Verbindung des Paleocerebellums mit dem Abduktor der kleinen und der großen Zehen und mit den Zehenflexoren. Das Paleocerebellum hat eine enge Verbindung zum Rückenmark und zu den peripheren Muskelspindeln und ist somit das funktionale Zentrum der Haltung.

Ein weiteres wichtiges Hirnareal für die Körperhaltung und Bewegung ist das Neocerebellum. Es stellt die Verbindung zwischen dem Kleinhirn und dem motorischen Kortex sowie die Verbindung zwischen dem Kleinhirn und dem Rückenmark dar. Hier findet die Regulierung der Synergie zwischen den Agonisten und Antagonisten statt. Durch die Bündelung der propriozeptiven, exterozeptiven und kortikalen Afferenzen und der gleichzeitigen Informationsweiterleitung an die Motoneuronen und an den motorischen Kortex werden die kortikalen Impulse jeweils an den Zustand in dem sich der Muskel zu jenem Zeitpunkt befindet angepasst. Das Neocerebellum hat eine Verbindung zur mittleren Muskelschicht der Fußsohle und zwar speziell zur Mm. Lumbricales und dem M. quadratus plantae.

Durch die Verschaltung der Fußmuskeln mit den verschiedenen Gehirnarealen kommt es aufgrund von Reizen, die auf die Propriozeptoren des Fußes wirken, zu Aktivierungen von Muskelketten, die für die aufrechte Haltung notwendig sind.

Diese Muskelketten können in die Extensorenkette und die Flexorenkette unterteilt werden.
 
Die Haltemuskulatur
Die Haltemuskulatur
Die Haltemuskulatur
 

Die Extensorenkette erstreckt sich von den langen und kurzen Zehenstreckern über den Tibialis anterior, die ischio-tibialen Muskeln (Bizeps femoris, Semitendinosus, Semimembranosus) posterior, die Gruppe Psoas major-iliacus-pectineus (anterior), die Erektoren des Rückens bis hin zur Scaleni (anterior).

Die Flexorenkette beginnt an den Plantarflexoren und zieht über den Triceps surae (posterior), den Quadrizeps (anterior), die Glutei (posterior), die Bauchwandmuskeln vor allem den geraden und den großen schrägen Muskeln (anterior) bis hin zum Semispinalis capitis (posterior).

Aufgrund der Stimulation dieser Muskelketten wird der Körper in eine aufrechte Haltung zurückgeholt, die Haltemuskeln, die zuvor (aufgrund der Körperhaltung) in ungünstigen Positionen waren, können nun wieder effizient ihre Funktion ausüben. Somit werden andere Muskeln, die aufgrund der Körperhaltung zuvor Haltearbeit übernommen haben, entlastet.



WERKE VON DR. RENÉ J. BOURDIOL
“Les structures neuro-anatomiques du comportement réactionnel: Le Prosphérencéphale” - Thèse de Doctorat en Médicine: Médaille d’Argent de la Faculté - Paris 1961.

Maisonneuve editeur:
Traité d’Acupuncture (1970).
Médecine Manuelle et Ceinture Scapulaire (1972).
Traité‚ d’Irido-Diagnostic (1975).
Loci Auriculo-Medicinae (1977).
Les Dysmorphies Podo-Somatiques (1979).
Pied et Statique (1980).
Eléments d’Auriculothérapie (1980).
L’Auriculo-Somatologie (1981).
Réflexothérapie Somatique (1983).
L’Esthétique Réfléchie (1984).
Homéopathie et Réflexologie (1985). Tradotto in italiano (Ipsa Editore).
Somatotopia Autozeugopodale Inferior, 2 planches murales (1985).
Podo-Rèflexo-Cinésiologie (1986).
Neurothérapie Céphalique Réflexe (1987).
Iono-Négativo-Thérapie (1988). Tradotto in inglese.

Edition SIMEP:
Neurothérapie du rachis cervical supérieur, Atlas-Axis, (1992).

Editions du ROCHER:
Les voiles de l’au-delà... (1992).
Comment lire votre analyse de sang (1995).
La Puissance de l’Esprit (1995).

Edition Gemmer Italia:
Bourdiol-Bortolin Cefalee Emicranie 2000.


ORIGINALILLUSTRATIONEN:
C. GUYOT - R. J. BOURDIOL.

Dr. Giuseppe BORTOLIN (CHIRURG)
Pubblicazioni

  • R.J. Bourdiol – G. Bortolin: CEFALEE EMICRANIE Edizioni Gemmer Italia 2000.
  • G. Bortolin –R. Carniel: Treatment of lumbar spine Instability: ECSS 2000 Jyväskylä

Ha pubblicato, ad esclusivo utilizzo dei membri del Gemmer Italia e degli allievi dei vari insegnamenti, le seguenti sue ricerche originali (ultima edizione):

Er hat zum ausschließlischen Gebrauch durch die Gemmer Italia Mitglieder und deren Schülern aus verschiedenen Ausbildungen, die folgenden Original-Recherchen publiziert (die letzten Edizionen):

  • Squilibri statico-dinamici del bacino (Ottobre 1998)
  • Le deviazioni sagittali del rachide e le Scoliosi (Maggio 1999)
  • Fitoterapia (in collaborazione con il Dr. Francis Croenen di Lille) (Marzo 2000)
  • Il colpo di frusta cervicale: analisi epidemiologica, diagnosi e trattamento delle turbe associate secondo il concetto Neuro-anatomico Bourdiol-Bortolin (Gennaio 2001)
  • Stabilità ed instabilità vertebrale: biomeccanica, clinica e trattamento conservativo secondo il concetto Neuro-anatomico Bourdiol-Bortolin. (Maggio 2001)
  • La prevenzione delle turbe dell’ortostatismo e delle scoliosi (Dicembre 2001)
  • Cefalee e vizi posturali da causa oculare (Maggio 2002).

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